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Homburgs Weinbau – gestern und heute
Der Weinbau wird in Homburg spätestens 1102 aktenkundig, als das nahe liegende Augustiner-Chorherrenstift Triefenstein „Weinberge am Berge Calemunt“ vom Kloster Neustadt als Morgengabe erhielt. Weine vom Kallmuth hatten in der Vergangenheit stets „promimente Verehrer“. Sie waren am Kaiserhof in Wien ebenso geschätzt wie am Königshof in Paris. Neben Dürer und Goethe und der Königin Victoria von England machten auch Kurt Tucholsky und die Konzilsväter des II. Vaticanums Bekanntschaft mit dem Homburger Wein vom „Kallmuth“, über den durchaus eine önologische Erfolgsstory geschrieben werden könnte.

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Die „Extravaganz“ des Homburger Weines lässt unter anderem mit dem mediterran anmutenden, üppigwarmen Kleinklima sowie mit den windgeschützten Seitentälern und mit der „Warmwasserheizung“ des Maines erklären. Schließlich „lebt“ der Kallmuth auf seinem“ unverwechselbaren Fleckchen Weinbergserde“ von seinem außergewöhnlichen Terroir. Noch um 1700 teilten sich 150 Besitzer Rebflächen von über hundert Hektar, bevor – wie überall in Franken – Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts der Weinbau vom Aussterben bedroht war. Die Hauptursachen waren Krankheiten wie Reblaus, Mehltau und Peronospora.

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