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Homburger Kallmuth – ein Name mit Klang Der moderne Nachkriegsweinbau geht auf das Jahr 1960 zurück, als zum Zwecke einer rentablen Bewirtschaftung mit der Bereinigung von insgesamt 35 Hektar Rebfläche begonnen wurde. Die 1934 gegründete Winzergenossenschaft erkannte 1963 im Zuge des planmäßigen Wiederaufbaues die Zeichen der Zeit und schloss sich aus Gründen einer effektiveren Vermarktung mit 50 Mitgliedern der größten Erzeugergemeinschaft Frankens, der Gebietswinzergenossenschaft Franken (GWF) in Repperdorf bei Kitzingen, an. Der denkmalgeschützte Kallmuth-Terrassenweinberg mit einer bestockten Rebfläche von zehn Hektar befindet sich seit 1957 im Alleinbesitz des Fürsten zu Löwenstein-Wertheim-Rosenberg. Neben den Genossenschaftswinzern vermarktet das 1975 gegründete Weingut Hartwig Martin rund ein Viertel der Homburger Rebfläche. Weitere selbstvermarktende Erzeuger sind das Weingut Baumann, der Winzerhof Blank, das Weinhaus Frank, das Weingut Deppisch sowie Betriebe, die nicht in Homburg ihren Sitz haben.
Dominante Rebsorte ist der Silvaner, der auf dem Muschelkalk ideale Anbaubedingungen vorfindet und in der internationalen Weinfamilie immer wieder mit Spitzengewächsen überzeugt. Weitere Weißweine sind Müller-Thurgau, Bacchus, Kerner sowie die „königlichen Sorten“ Riesling und Rieslaner. Einen ständigen Aufwärtstrend nimmt der Rotwein mit den Sorten Spätburgunder, Portugieser, Schwarzriesling, Domina, Regent und Dornfelder.
Der langjährige Fachberater für Weinbau und Kellerwirtschaft beim Bezirk Unterfranken, Bernhard Weisensee, urteilt in seinem Buch „Weinland Franken“ über den Homburger Kallmuth: „Er ist meist intensiver in der Farbe als andere Weine, von besonders erdhaftem Bukett, das leicht an Mandeln erinnert, mit mildem und ungewöhnlich stoffigem Körper“ |